Koreanische Verben: die 50 häufigsten mit Bedeutung und Konjugation

Koreanische Verben enden in der Grundform immer auf -다 (-da) – zum Beispiel 가다 (gada, gehen). Diese Form sagt niemand. Gesprochen wird der Verbstamm plus Endung, im Alltag meist die 해요-Form: 가다 wird zu 가요 (gayo). Wenn du die 50 häufigsten Verben in dieser Form kennst, kannst du die meisten Alltagssätze bilden.

Dieser Artikel listet die 50 Verben, die im Koreanischen am häufigsten vorkommen – mit Hangeul, Umschrift, deutscher Bedeutung und der konjugierten 해요-Form. Danach kommt der Teil, der in Vokabellisten fast immer fehlt: die vier Verbgruppen, bei denen deutsche Lernende systematisch das falsche Verb wählen, weil das Deutsche einen Unterschied macht, den das Koreanische nicht macht – oder umgekehrt.

Welche koreanischen Verben sind wirklich die häufigsten?

Eine amtliche Rangliste der Plätze 1 bis 50 gibt es nicht. Welches Verb auf Platz 23 steht, hängt davon ab, welche Texte man zählt – Zeitungen, Romane und gesprochene Sprache liefern unterschiedliche Reihenfolgen. Belastbar sind nur die Spitzenplätze, und die sind in jeder Erhebung dieselben.

Das Nationale Institut für die koreanische Sprache (국립국어원) hat dazu eine Häufigkeitsuntersuchung zum heutigen Koreanisch veröffentlicht (Bericht von Cho Nam-ho im Institutsnewsletter, Februar 2003). Untersucht wurden rund 1,48 Millionen Wortvorkommen, in denen 58.437 verschiedene Wörter mindestens einmal auftraten. Die häufigsten Verben darin:

  1. 하다 (hada, machen, tun) – 22.064 Vorkommen
  2. 있다 (itda) in der Funktion als Hilfsverb – 18.553 Vorkommen
  3. 되다 (doeda, werden) – 11.506 Vorkommen

Stand dieser Zahlen: Erhebung veröffentlicht 2003, Quelle 국립국어원. Häufigkeitszahlen verschieben sich mit der Zeit und mit dem untersuchten Textmaterial – die Reihenfolge der ersten Plätze ist seither aber stabil geblieben.

Die Liste unten baut auf diesen Spitzenplätzen auf und ergänzt sie um die Verben, die in Anfängerkursen und Lehrwerken durchgehend zum Grundbestand gehören. Sie ist damit eine Liste der praktisch häufigsten Verben und keine exakte Häufigkeitsrangliste. Wer eine solche Rangliste für die Plätze 1 bis 50 verspricht, hat sie erfunden.

Wie sieht die Grundform aus – und warum sagt sie niemand?

Jedes koreanische Verb endet im Wörterbuch auf -다. Das ist die Zitierform, vergleichbar mit dem deutschen Infinitiv „gehen“. Der Unterschied: Im Deutschen kannst du den Infinitiv im Satz verwenden („Ich will gehen“). Im Koreanischen ist -다 im Gespräch nicht benutzbar. Du musst immer konjugieren.

Der Weg dahin hat zwei Schritte. Erstens: -다 abtrennen, übrig bleibt der Stamm. Aus 먹다 (meokda, essen) wird der Stamm 먹-. Zweitens: Endung anhängen. Für die höfliche Alltagsform – die 해요-Form – ist das -아요 oder -어요, je nach letztem Vokal des Stamms: 먹다 wird zu 먹어요 (meogeoyo).

Bei offenen Silben zieht sich das zusammen. 가다 wird nicht zu 가아요, sondern zu 가요. 오다 (oda, kommen) wird zu 와요 (wayo). 보다 (boda, sehen) wird zu 봐요 (bwayo). Diese Zusammenziehungen sind der Grund, warum die konjugierte Form oft nicht wie die Grundform aussieht – und warum die letzte Spalte in der Tabelle unten wichtiger ist als die erste.

Die Regeln dahinter stehen ausführlich im Artikel zur koreanischen Verbkonjugation und der 해요-Form. Für diesen Artikel reicht: Lerne jedes neue Verb von Anfang an als Paar – Grundform und 해요-Form zusammen. Wer nur die Grundform lernt, kann das Wort nicht benutzen.

Die 50 häufigsten koreanischen Verben im Überblick

Nr Hangeul Umschrift Deutsch 해요-Form
1 하다 hada machen, tun 해요
2 있다 itda da sein, vorhanden sein 있어요
3 없다 eopda nicht da sein, fehlen 없어요
4 되다 doeda werden 돼요
5 가다 gada gehen, fahren 가요
6 오다 oda kommen 와요
7 보다 boda sehen, schauen 봐요
8 먹다 meokda essen 먹어요
9 마시다 masida trinken 마셔요
10 자다 jada schlafen 자요
11 알다 alda wissen, kennen 알아요
12 모르다 moreuda nicht wissen 몰라요
13 말하다 malhada sprechen, sagen 말해요
14 듣다 deutda hören 들어요
15 읽다 ikda lesen 읽어요
16 쓰다 sseuda schreiben, benutzen 써요
17 배우다 baeuda lernen 배워요
18 가르치다 gareuchida unterrichten, beibringen 가르쳐요
19 주다 juda geben 줘요
20 받다 batda bekommen, erhalten 받아요
21 사다 sada kaufen 사요
22 팔다 palda verkaufen 팔아요
23 만나다 mannada treffen 만나요
24 기다리다 gidarida warten 기다려요
25 좋아하다 joahada mögen, gernhaben 좋아해요
26 싫어하다 sireohada nicht mögen 싫어해요
27 사랑하다 saranghada lieben 사랑해요
28 생각하다 saenggakhada denken, meinen 생각해요
29 일하다 ilhada arbeiten 일해요
30 공부하다 gongbuhada lernen, studieren 공부해요
31 운동하다 undonghada Sport machen 운동해요
32 시작하다 sijakhada anfangen, beginnen 시작해요
33 끝나다 kkeunnada enden, zu Ende gehen 끝나요
34 만들다 mandeulda herstellen, anfertigen 만들어요
35 열다 yeolda öffnen 열어요
36 닫다 datda schließen, zumachen 닫아요
37 입다 ipda anziehen (Kleidung) 입어요
38 신다 sinda anziehen (Schuhe, Socken) 신어요
39 앉다 anda sich setzen, sitzen 앉아요
40 서다 seoda stehen, anhalten 서요
41 일어나다 ireonada aufstehen 일어나요
42 걷다 geotda zu Fuß gehen, laufen 걸어요
43 뛰다 ttwida rennen, springen 뛰어요
44 타다 tada einsteigen, fahren mit 타요
45 내리다 naerida aussteigen, absteigen 내려요
46 살다 salda leben, wohnen 살아요
47 죽다 jukda sterben 죽어요
48 웃다 utda lachen, lächeln 웃어요
49 울다 ulda weinen 울어요
50 찾다 chatda suchen, finden 찾아요

Zwei Hinweise zur Liste. 있다 und 없다 sind sprachwissenschaftlich keine reinen Verben, sondern stehen zwischen Verb und Adjektiv – sie gehören trotzdem hierher, weil du ohne sie keinen Satz über Besitz oder Vorhandensein bauen kannst. Und die Verben auf -하다 (Nummer 1, 13, 25 bis 32) sind eine eigene Gruppe: Sie bestehen aus einem Nomen plus 하다. Wenn du 하다 beherrschst, beherrschst du Hunderte davon gleichzeitig, denn sie konjugieren alle identisch zu 해요.

Welche dieser Verben sind unregelmäßig?

Von den 50 Verben oben weichen fünf von der Grundregel ab. Es lohnt sich, genau diese fünf separat zu lernen, statt die Unregelmäßigkeiten später einzeln zu entdecken.

Verb 해요-Form Was passiert
듣다 (hören) 들어요 ㄷ-Unregelmäßigkeit: Vor einem Vokal wird ㄷ zu ㄹ
걷다 (zu Fuß gehen) 걸어요 dieselbe ㄷ-Unregelmäßigkeit
쓰다 (schreiben) 써요 Der Stammvokal ㅡ fällt vor der Endung weg
모르다 (nicht wissen) 몰라요 르-Unregelmäßigkeit: ㄹ verdoppelt sich, 르 wird zu 라
되다 (werden) 돼요 되어요 zieht sich zu 돼요 zusammen

Eine sechste Gruppe fällt in der 해요-Form nicht auf, dafür an anderer Stelle: die Stämme auf ㄹ – 알다, 살다, 팔다, 열다, 만들다, 울다. In 알아요 bleibt das ㄹ. In der formellen Form verschwindet es: 알다 wird zu 압니다 (amnida), nicht zu 알습니다. Dieselbe Regel greift bei 살다 (삽니다) und bei allen anderen ㄹ-Stämmen.

Welche koreanischen Verben verwechseln Deutsche am häufigsten?

Hier liegt der eigentliche Lernaufwand. Nicht in der Vokabelliste, sondern an den Stellen, an denen das Deutsche die Grenze anders zieht als das Koreanische. Vier Fälle treffen deutschsprachige Lernende regelmäßig.

이다 oder 있다 – das deutsche „ist“ deckt beides ab

Koreanisch unterscheidet zwei Arten von „sein“, für die das Deutsche dasselbe Wort benutzt. 이다 (ida) ist die Gleichsetzung: X ist Y. 있다 ist das Vorhandensein: X ist da, X existiert, es gibt X.

  • 이것은 책이에요 (igeoseun chaegieyo) – „Das ist ein Buch.“ Gleichsetzung, also 이다. Es hängt direkt am Nomen, ohne Leerzeichen.
  • 책이 있어요 (chaegi isseoyo) – „Es gibt ein Buch.“ / „Das Buch ist da.“ Vorhandensein, also 있다.

Der häufigste Anfängerfehler ist, beides mit 있다 zu bauen, weil 있다 zuerst gelernt wird. Faustregel: Wenn du im Deutschen „ist ein“ sagen könntest, brauchst du 이다. Wenn du „ist da“ oder „es gibt“ meinst, brauchst du 있다.

Für „haben“ gibt es kein eigenes Alltagsverb

Besitz drückt das Koreanische nicht mit einem Verb für „haben“ aus, sondern mit 있다. Der Satz baut sich anders auf als im Deutschen: Nicht „ich habe Zeit“, sondern wörtlich „mir ist Zeit da“ – 시간이 있어요 (sigani isseoyo). Das Objekt des deutschen Satzes wird im Koreanischen zum Subjekt. Es gibt zwar 가지다 (gajida), aber das bedeutet eher „bei sich tragen, an sich nehmen“ und ist für „ich habe ein Auto“ das falsche Wort.

Wie die Partikel 이/가 in solchen Sätzen funktioniert, steht im Artikel über die koreanischen Partikel 은/는 und 이/가.

가다 oder 오다 – die Richtung wird anders gedacht

Im Deutschen sagst du am Telefon „Ich komme gleich“, obwohl du dich vom eigenen Standort weg bewegst. Das Deutsche richtet sich dabei nach dem Standort des Angesprochenen. Das Koreanische richtet sich nach dem eigenen Standort: Wer losgeht, geht – auch wenn er zum Gesprächspartner geht. Du sagst also 가요 (gayo, „ich gehe“), nicht 와요.

오다 benutzt du nur für Bewegungen, die auf deinen eigenen Standort zulaufen. Diese Unterscheidung ist konsequent und gilt auch in zusammengesetzten Formen.

Anziehen heißt nicht immer 입다

Umgekehrter Fall: Hier macht das Koreanische vier Unterschiede, wo das Deutsche mit „anziehen“ und „tragen“ auskommt. Welches Verb du brauchst, hängt vom Körperteil ab.

Verb Umschrift Wofür
입다 ipda Kleidung am Rumpf: Hemd, Hose, Jacke, Kleid
신다 sinda Schuhe, Socken, Strümpfe
쓰다 sseuda Kopfbedeckung und Brille: Mütze, Hut, Sonnenbrille
끼다 kkida Enges an Finger und Hand: Ring, Handschuhe

쓰다 ist dasselbe Verb wie „schreiben“ aus der Liste oben – ein Wort mit mehreren Bedeutungen, die du am Kontext unterscheidest. Für Krawatten und Gürtel gibt es zusätzlich 매다 (maeda, binden). Diese Verben stehen nicht alle in den Top 50, aber sobald du über Kleidung redest, brauchst du sie sofort.

Gehören koreanische Adjektive auch zu den Verben?

Fast. Koreanische Adjektive werden wie Verben konjugiert und brauchen kein zusätzliches „sein“. 좋다 (jota) heißt nicht „gut“, sondern „gut sein“, und wird zu 좋아요 (joayo). Dasselbe bei 예쁘다 (yeppeuda, schön sein) mit der 해요-Form 예뻐요 – hier fällt wieder das ㅡ weg, genau wie bei 쓰다.

Praktisch heißt das: Du brauchst für „Das Essen ist gut“ kein Verb für „sein“. 음식이 좋아요 (eumsigi joayo) reicht. Deutschsprachige Lernende bauen hier oft ein 이다 ein, das nicht hingehört. Wie der koreanische Satz insgesamt aufgebaut ist, erklärt der Artikel zur koreanischen Grammatik und dem Satzbau.

In welcher Reihenfolge lernst du die 50 Verben?

Nicht alphabetisch und nicht von 1 bis 50 durch. Sinnvoller ist es, in Fünfergruppen zu arbeiten, die zusammen schon einen Satz ergeben. Ein Vorschlag über fünf Wochen, bei 20 Minuten täglich an fünf Tagen pro Woche:

  1. Woche 1 – das Gerüst: 하다, 있다, 없다, 되다, 가다, 오다, 보다, 먹다, 마시다, 자다. Mit diesen zehn kannst du den Tagesablauf beschreiben.
  2. Woche 2 – Sprache und Wissen: 알다, 모르다, 말하다, 듣다, 읽다, 쓰다, 배우다, 가르치다, 생각하다, 공부하다. Darunter drei der fünf unregelmäßigen Verben – hier nimmst du sie gleich mit.
  3. Woche 3 – Umgang mit anderen: 주다, 받다, 사다, 팔다, 만나다, 기다리다, 좋아하다, 싫어하다, 사랑하다, 찾다.
  4. Woche 4 – Bewegung und Ort: 앉다, 서다, 일어나다, 걷다, 뛰다, 타다, 내리다, 살다, 열다, 닫다.
  5. Woche 5 – Rest und Wiederholung: 입다, 신다, 만들다, 일하다, 운동하다, 시작하다, 끝나다, 웃다, 울다, 죽다 – plus eine Wiederholungsrunde über alle 50.

Lerne jedes Verb in einem kurzen Satz, nicht als Einzelwort. „물을 마셔요“ (mureul masyeoyo, „ich trinke Wasser“) bleibt besser hängen als 마시다 allein, weil du dir die Endung und die Partikel gleich mitmerkst. Fünf Verben pro Lerneinheit sind genug; wer zwanzig auf einmal nimmt, erkennt sie am nächsten Tag wieder, kann sie aber nicht benutzen.

Wie behältst du 50 Verben dauerhaft?

Der Unterschied zwischen erkennen und benutzen entscheidet sich an der Abfragerichtung. Wer von Hangeul nach Deutsch abfragt, trainiert nur Erkennen. Wer von Deutsch nach Hangeul abfragt und dabei die 해요-Form mitsprechen muss, trainiert Produzieren. Die zweite Richtung ist unangenehmer und die einzige, die beim Sprechen hilft.

Konkreter Rahmen: 20 Minuten pro Tag, davon 5 Minuten neue Verben, 10 Minuten Wiederholung alter, 5 Minuten eigene Sätze bauen. Nach fünf Wochen stehen die 50 Verben; nach drei Monaten regelmäßiger Wiederholung sitzen sie so, dass du sie im Gespräch abrufen kannst, ohne nachzudenken. Schneller geht es nicht ehrlich – Zeitangaben wie „alle Verben in zwei Wochen“ beziehen sich auf Wiedererkennen, nicht aufs Sprechen.

Wenn du dafür Material auf Karten willst, ist das Unlock Korean Kartenset von dream.dream dafür gemacht: Wortschatz und Aussprache in beide Abfragerichtungen. Was es nicht leistet: Die Konjugationsregeln selbst stehen dort nicht drin, und zusammenhängende Grammatik lernst du damit nicht – dafür brauchst du einen anderen Zugang. dream.dream ist ein deutschsprachiges Angebot für Koreanisch-Lernmaterial; die Erklärungen im Blog sind kostenlos und unabhängig von den Produkten nutzbar.

Als nächsten Schritt nach den 50 Verben bietet sich die Vergangenheit an, weil du damit aus jedem Verb sofort doppelt so viele Sätze bauen kannst. Die Bildung steht im Artikel zur koreanischen Vergangenheitsform. Für den Wortschatz drumherum gibt es den koreanischen Grundwortschatz mit den 100 wichtigsten Wörtern.


Häufige Fragen zu koreanischen Verben

Wie viele koreanische Verben muss ich für ein Alltagsgespräch kennen?

Mit den 50 Verben aus diesem Artikel kommst du durch die meisten Alltagssituationen, weil koreanische Verben sich kombinieren lassen und die -하다-Gruppe sich mit jedem neuen Nomen erweitert. Eine belastbare Zahl für „flüssiges Sprechen“ gibt es nicht, weil sie davon abhängt, über welche Themen du reden willst. Verlässlicher als eine Zielzahl ist die Richtung: erst diese 50 sicher benutzen können, dann die Verben dazunehmen, die in deinen eigenen Themen vorkommen.

Woran erkenne ich, ob ein koreanisches Wort ein Verb ist?

An der Endung -다 in der Grundform. Jedes Verb und jedes Adjektiv endet im Wörterbuch darauf. Ob es ein Verb oder ein Adjektiv ist, erkennst du daran, ob eine Handlung beschrieben wird – und daran, dass Adjektive keine Befehlsform bilden.

Muss ich die Umschrift der Verben lernen?

Nein. Die Umschrift ist eine Krücke für die erste Woche. Sie gibt die koreanische Aussprache nur ungenau wieder, weil sie Lautveränderungen nicht abbildet. Wer Hangeul lesen kann, sollte die Umschrift weglassen – Hangeul ist in wenigen Tagen lernbar, und jede Woche mit Umschrift verlängert den Umstieg.

Warum sieht 해요 anders aus als 하다?

하다 folgt einer eigenen Regel: Der Stamm 하- bekommt nicht -아요 oder -어요, sondern -여요, und 하여요 zieht sich im Alltag zu 해요 zusammen. Weil 하다 in Hunderten zusammengesetzten Verben steckt, zahlt sich diese eine Sonderregel besonders aus.

Gibt es im Koreanischen eine Unterscheidung wie „gehen“ und „fahren“?

Nicht an dieser Stelle. 가다 deckt beides ab; wie du dich bewegst, sagt ein zusätzliches Verb oder eine Ortsangabe. Für „mit dem Bus fahren“ benutzt du 타다 (einsteigen, fahren mit): 버스를 타요 (beoseureul tayo). Für „zu Fuß gehen“ steht 걷다 zur Verfügung.

Ändern sich Verben je nach Gesprächspartner?

Ja, die Endung ändert sich. Dieselbe Handlung heißt je nach Situation 가요, 갑니다 oder 가. Der Verbstamm bleibt immer gleich, nur die Endung wechselt. Welche Stufe wann angemessen ist, steht im Artikel zu den koreanischen Höflichkeitsformen.


Geschrieben von Nils Blache, Gründer von dream.dream – deutschsprachiges Lernmaterial für Koreanisch.

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