Korea-Reise planen: die Checkliste für die erste Reise

Für eine Südkorea-Reise brauchen deutsche Staatsangehörige derzeit kein Visum und keine K-ETA: Kurzaufenthalte unter 90 Tagen ohne Erwerbstätigkeit sind visumfrei möglich, und die K-ETA-Befreiung gilt laut Auswärtigem Amt bis zum 31. Dezember 2026. Dazu kommt seit Februar 2025 die elektronische Einreisekarte (e-Arrival Card), die gebührenfrei innerhalb der drei Kalendertage vor der Einreise ausgefüllt werden kann.

Stand: September 2026. Einreiseregeln ändern sich – prüf vor Reiseantritt immer die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

1. Einreise

Punkt Stand September 2026
Visum Nicht nötig für Aufenthalte unter 90 Tagen ohne Erwerbstätigkeit (EU- und Schengen-Staaten)
K-ETA Für deutsche Staatsangehörige bis 31.12.2026 nicht erforderlich
e-Arrival Card Seit Februar 2025; gebührenfrei online innerhalb von drei Kalendertagen vor Einreise. Die Papierform bleibt möglich.
Reisepass Muss für die Dauer des Aufenthalts gültig sein

Ein Hinweis zur Vorsicht: Es gibt zahlreiche kommerzielle Websites, die kostenpflichtige „K-ETA-Services“ anbieten. Amtliche Anträge laufen über die offiziellen Regierungsseiten – und wenn du gar keine K-ETA brauchst, brauchst du auch keinen Service dafür.

2. Beste Reisezeit

Zeitraum Wetter Geeignet für
März – Mai Mild, Kirschblüte meist Anfang April Städtereise, Wandern – die beliebteste Zeit
Juni – August Heiß und schwül, Regenzeit im Sommer Inseln und Küste, wer Hitze verträgt
September – November Klar, trocken, Herbstlaub im Oktober Die angenehmste Zeit überhaupt
Dezember – Februar Kalt und trocken, Minusgrade normal Wintersport, Skifahren, wenig Andrang

3. Vor Ort: Apps und Bezahlen

  • Naver Map oder KakaoMap. Google Maps kann in Südkorea aus rechtlichen Gründen keine vollständige Navigation anbieten. Die koreanischen Apps schon – sie funktionieren am besten mit koreanischen Ortsnamen.
  • Papago. Übersetzung inklusive Kamerafunktion für Speisekarten und Schilder.
  • Kakao T. Taxi-App, die praktisch überall benutzt wird.
  • T-money-Karte. Aufladbar, gilt für U-Bahn, Bus und viele Convenience Stores. An jedem Kiosk in der Station erhältlich.
  • Bezahlen. Karte wird fast überall akzeptiert, auch für kleine Beträge. Etwas Bargeld ist nur auf traditionellen Märkten nützlich. Trinkgeld ist unüblich.
  • Internet. Öffentliches WLAN ist weit verbreitet; für Navigation lohnt sich trotzdem eine lokale eSIM oder ein Taschen-WLAN.

4. Praktisches

Thema Was gilt
Währung Won (KRW)
Zeitverschiebung Korea ist Deutschland acht Stunden voraus, während der deutschen Sommerzeit sieben
Strom 220 Volt, Steckertypen C und F – dieselben Stecker wie in Deutschland, kein Adapter nötig
Vom Flughafen Incheon nach Seoul Der AREX-Expresszug braucht rund 45 Minuten bis Seoul Station
Zwischen den Städten Der Hochgeschwindigkeitszug KTX verbindet Seoul und Busan in etwa zweieinhalb Stunden
Leitungswasser Gilt als trinkbar, viele Menschen trinken trotzdem gefiltertes oder Flaschenwasser

5. Die Sprachvorbereitung

Der lohnendste Vorbereitungsschritt ist nicht das Auswendiglernen von Sätzen, sondern die Schrift. Sie kostet ungefähr eine Woche und verändert die Reise spürbar:

  • Du liest Stationsnamen, bevor die Ansage kommt
  • Du erkennst auf Speisekarten, was du schon einmal gegessen hast
  • Du findest Orte in Naver Map, indem du sie auf Koreanisch eintippst
  • Du entzifferst Schilder, Preise und Hinweise, die nicht übersetzt sind

Der Sieben-Tage-Plan für Hangeul führt dich durch; die 30 Wörter zum Lesenüben sind ein guter Test kurz vor dem Abflug.

Danach reichen etwa zwanzig Sätze für die allermeisten Situationen. Welche das sind, steht in Seoul für Erstbesucher; der breitere Wortschatz im Grundwortschatz.

Wer die Vorbereitung nicht selbst zusammenstellen will: Das Koreanisch Starter Set deckt Schrift und Grundwortschatz in gedruckter Form ab – praktisch, weil es im Flugzeug und im Zug funktioniert, wo das Netz nicht immer mitspielt.

6. Die Checkliste zum Abhaken

Wann Was
3 Monate vorher Flüge buchen, Reisezeit nach Wetter festlegen, Reisepassgültigkeit prüfen
2 Monate vorher Unterkunft buchen; Hangeul lernen anfangen
1 Monat vorher Reiseversicherung, eSIM oder Taschen-WLAN klären, grobe Route planen
2 Wochen vorher Naver Map, Papago und Kakao T installieren und ausprobieren; Einreisebestimmungen erneut prüfen
3 Tage vorher e-Arrival Card ausfüllen (früher geht es nicht)
Am Flughafen T-money-Karte kaufen und aufladen

Häufige Fragen

Braucht man für Südkorea ein Visum?

Für touristische Aufenthalte unter 90 Tagen ohne Erwerbstätigkeit nicht, wenn du Staatsangehöriger eines EU- oder Schengen-Staates bist.

Brauche ich eine K-ETA?

Deutsche Staatsangehörige sind laut Auswärtigem Amt bis zum 31. Dezember 2026 von der K-ETA befreit. Diese Befreiung wurde in der Vergangenheit mehrfach verlängert – und kann auch auslaufen. Vor der Reise prüfen.

Was ist die e-Arrival Card?

Eine elektronische Einreisekarte, die seit Februar 2025 die Papierform ersetzen kann. Sie ist gebührenfrei und wird innerhalb der drei Kalendertage vor der Einreise online ausgefüllt. Die Papierkarte bleibt weiterhin möglich.

Wie teuer ist eine Korea-Reise?

Das hängt vor allem am Flug. Vor Ort sind öffentlicher Verkehr und Essen im internationalen Vergleich moderat, Unterkünfte in Seoul liegen ähnlich wie in westeuropäischen Großstädten.

Kommt man in Korea mit Englisch durch?

In Seoul an touristischen Orten meist ja, außerhalb deutlich schlechter. Hangeul lesen zu können hilft praktisch mehr als Englisch zu sprechen, weil es Schilder, Karten und Speisekarten öffnet.

Wie lange dauert der Flug nach Seoul?

Je nach Route und Verbindung etwa zwölf bis vierzehn Stunden ab Deutschland ohne Umstieg.


Geschrieben von Nils Blache, Gründer von dream.dream. Angaben zu Einreise und e-Arrival Card geprüft im September 2026 auf den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts. Diese Angaben können sich ändern und ersetzen keine Rechtsauskunft.

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